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    Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz

    Interkulturelle Kompetenz

    „Andere Länder, andere Sitten“ lautet eine vielzitierte Lebensweisheit. Kulturelle Unterschiede beschränken sich indes nicht nur auf Nationalkulturen und deren folkloristischen Gebräuche. Kultur bildet sich auch innerhalb von Gesellschaften zum Beispiel in Form von Jugendkultur, Fankultur, Unternehmenskultur oder Popkultur. Kultur betrifft auch nicht nur die Formen der sogenannten Hochkultur wie Literatur, Musik oder Architektur, sondern betrifft Sprache, Gestik, Verhaltens- und Umgangsformen, Werte und Normen, Religion und Weltanschauung sowie Weltdeutung und vieles mehr.

    Von Vielfalt profitieren, Missverständnisse vermeiden

    Diese Vielfalt kultureller Erscheinungen ist eine unschätzbare Ressource für menschliches Miteinander und für Innovation. Zugleich birgt sie Potential für Missverständnisse zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen. Bereits auf der Ebene einfachster zwischenmenschlicher Kommunikation kann eine freundlich gemeinte Geste vom Gegenüber als Unhöflichkeit oder persönliche Geringschätzung missverstanden werden und das Verhältnis der Beteiligten trüben.

    Wichtig in Berufs- und Privatleben

    Im Zeitalter von Globalisierung und Internationalisierung ist interkulturelle Kompetenz eine wichtige Voraussetzung für das erfolgreiche Auftreten und Zusammenarbeiten im kulturübergreifenden Geschäftsverkehr. Auch im privaten Bereich ist sie von großer Bedeutung: dies gilt nicht nur für Aufenthalte im Ausland, sondern angesichts von Migration und wachsender Multikulturalität auch für das alltägliche Leben im Inland.

    Kurz: Interkulturelle Kompetenz gilt als die Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts

    Komplexes Bildungsziel

    Interkulturelle Kompetenz ist keine Fähigkeit, die sich in einem einzigen Training an zwei Nachmittagen erlernen lässt. Der Erwerb interkultureller Kompetenz liegt in einer mehrdimensionalen Persönlichkeitsentwicklung. Dazu bedarf es des Grundlagenwissens darüber, was Kultur in diesem Sinne überhaupt ist, der Reflexion eigener kultureller Prägungen und stets aktualisierter Informationen über andere Kulturen.

    Unabdingbar bleibt die emotionale Bereitschaft, sich immer wieder auf Neues und vor allem auf die Individualität anderer Personen einzulassen. Offenheit, Toleranz, Selbstreflexion und eine angemessene und effektive Kommunikations- und Handlungsfähigkeit in interkulturellen Situationen sind Eckpfeiler dieser Kompetenz.

    Interkulturelle Rahmenbedingungen - Gesellschaft und Institutionen

    Schließlich ist zu berücksichtigen, dass sich individuelle Kompetenzen stets in einem bestimmten Kontext entwickeln. Daher sollte man das Verständnis von interkultureller Kompetenz nicht auf personenzentrierte Trainings verkürzen. Die Fähigkeit zu kompetentem Umgang mit Interkulturalität schreibt man auch Institutionen und Gesellschaften zu. Interkulturelle Kompetenz entsteht erst in günstigen strukturellen Rahmenbedingungen - oder wird umgekehrt durch ungünstige verhindert. Fragen wie die nach dem Umgang einer Gesellschaft mit Multikulturalität oder dem Diversity Management einer Institution sind daher ebenso von Bedeutung wie individuelle Dispositionen.

    Vielfalt der Blickwinkel

    Interkulturelle Kompetenz ist demnach ein komplexes Bildungsziel. Der Vielfalt der menschlichen Individualität steht außerdem eine Vielfalt der Perspektiven auf Kultur und Kulturen gegenüber. Dem trägt GSiK Rechnung durch die Vielzahl seiner Projektbeteiligten und Blickwinkel sowie durch die Integration anwendungsbezogener Elemente und erfahrungsbasierten Lernens.

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