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Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz
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GSiK- Das Lehrprogramm für interkulturelle Kompetenz

Interkulturelle Kompetenz - die Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts!

Globalisierung und Internationalisierung haben unsere Lebenswelt kulturell pluralisiert. Das heißt: Ganz gleich, ob als Mitglied eines multikulturellen Teams in einer international tätigen Organisation, ob in der global vernetzten Forschung, als Lehrkraft in einer multikulturell besetzten Klasse oder in Verhandlungen mit Geschäftspartner*innen im Ausland, ob im Alltag oder Urlaub: Interkulturelle Kompetenz wird in vielen Lebenssituationen benötigt. 

 

Das GSiK-Angebot: Interkulturelle Kompetenz für alle Studierenden

Diesem Bedürfnis trägt GSiK mit einem breit gefächerten, studienbegleitenden Lehrangebot  Rechnung. Studierende aller Fachbereiche können an den Veranstaltungen teilnehmen. Eine gesonderte Anmeldung zum GSiK-Programm ist nicht erforderlich. Die Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen erfolgt (sofern nötig) einfach über sb@home! Bei der Veranstaltung selbst trägst Du Dich dann auf den ausliegenden GSiK-Teilnahmelisten ein.

Der studienbegleitende Charakter zeigt sich im oftmals doppelten Nutzen der Seminarbesuche: In vielen Veranstaltungen kannst Du gleichzeitig Punkte für die GSIK-Zertifikate als auch ECTS-Punkte für Deinen Studiengang sammeln.

 

Vielfalt durch Interdisziplinarität

Durch den Besuch einzelner Veranstaltungen möchten wir Studierende für interkulturelle Phänomene sensibilisieren. Darauf aufbauend bietet das Projekt die Gelegenheit zur nachhaltigen Qualifikation durch den Erwerb von GSiK-Zertifikaten. Wenn Studierende genügend Veranstaltungen besucht haben, können sie dieses im GSiK-Büro beantragen.

Die Beteiligung mehrerer Fakultäten am Lehrprogramm ermöglicht es, den Inhalt interdisziplinär und damit aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Abgerundet wird das Lehrangebot durch Vorträge externer Dozent*innen, durch gemeinsame Veranstaltungen unterschiedlicher Fachbereiche der Universität Würzburg und Kooperationen mit anderen Institutionen außerhalb der Universität. 

 

Ein Gewinn für alle Beteiligten!

Dass das GSiK-Angebot eine attraktive Zusatz- und Schlüsselqualifikation ist, zeigen die hohen Teilnahmezahlen: über 1.000 Studierende nehmen pro Semester an unseren Veranstaltungen teil. Und Rückmeldungen ehemaliger GSiK-Teilnehmer*innen zeigen: Bei Bewerbungen sind die GSiK- Zertifikate ein echter Vorteil.

Interkulturelle Kompetenz

„Andere Länder, andere Sitten“ lautet eine vielzitierte Lebensweisheit. Kulturelle Unterschiede beschränken sich indes nicht nur auf Nationalkulturen und deren folkloristischen Gebräuche. Kultur bildet sich auch innerhalb von Gesellschaften zum Beispiel in Form von Jugendkultur, Fankultur, Unternehmenskultur oder Popkultur. Kultur betrifft auch nicht nur die Formen der sogenannten Hochkultur wie Literatur, Musik oder Architektur, sondern betrifft Sprache, Gestik, Verhaltens- und Umgangsformen, Werte und Normen, Religion und Weltanschauung sowie Weltdeutung und vieles mehr.

Von Vielfalt profitieren, Missverständnisse vermeiden

Diese Vielfalt kultureller Erscheinungen ist eine unschätzbare Ressource für menschliches Miteinander und für Innovation. Zugleich birgt sie Potential für Missverständnisse zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen. Bereits auf der Ebene einfachster zwischenmenschlicher Kommunikation kann eine freundlich gemeinte Geste vom Gegenüber als Unhöflichkeit oder persönliche Geringschätzung missverstanden werden und das Verhältnis der Beteiligten trüben.

Wichtig in Berufs- und Privatleben

Im Zeitalter von Globalisierung und Internationalisierung ist interkulturelle Kompetenz eine wichtige Voraussetzung für das erfolgreiche Auftreten und Zusammenarbeiten im kulturübergreifenden Geschäftsverkehr. Auch im privaten Bereich ist sie von großer Bedeutung: dies gilt nicht nur für Aufenthalte im Ausland, sondern angesichts von Migration und wachsender Multikulturalität auch für das alltägliche Leben im Inland.

Kurz: Interkulturelle Kompetenz gilt als die Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts

Komplexes Bildungsziel

Interkulturelle Kompetenz ist keine Fähigkeit, die sich in einem einzigen Training an zwei Nachmittagen erlernen lässt. Der Erwerb interkultureller Kompetenz liegt in einer mehrdimensionalen Persönlichkeitsentwicklung. Dazu bedarf es des Grundlagenwissens darüber, was Kultur in diesem Sinne überhaupt ist, der Reflexion eigener kultureller Prägungen und stets aktualisierter Informationen über andere Kulturen.

Unabdingbar bleibt die emotionale Bereitschaft, sich immer wieder auf Neues und vor allem auf die Individualität anderer Personen einzulassen. Offenheit, Toleranz, Selbstreflexion und eine angemessene und effektive Kommunikations- und Handlungsfähigkeit in interkulturellen Situationen sind Eckpfeiler dieser Kompetenz.

Interkulturelle Rahmenbedingungen - Gesellschaft und Institutionen

Schließlich ist zu berücksichtigen, dass sich individuelle Kompetenzen stets in einem bestimmten Kontext entwickeln. Daher sollte man das Verständnis von interkultureller Kompetenz nicht auf personenzentrierte Trainings verkürzen. Die Fähigkeit zu kompetentem Umgang mit Interkulturalität schreibt man auch Institutionen und Gesellschaften zu. Interkulturelle Kompetenz entsteht erst in günstigen strukturellen Rahmenbedingungen - oder wird umgekehrt durch ungünstige verhindert. Fragen wie die nach dem Umgang einer Gesellschaft mit Multikulturalität oder dem Diversity Management einer Institution sind daher ebenso von Bedeutung wie individuelle Dispositionen.

Vielfalt der Blickwinkel

Interkulturelle Kompetenz ist demnach ein komplexes Bildungsziel. Der Vielfalt der menschlichen Individualität steht außerdem eine Vielfalt der Perspektiven auf Kultur und Kulturen gegenüber. Dem trägt GSiK Rechnung durch die Vielzahl seiner Projektbeteiligten und Blickwinkel sowie durch die Integration anwendungsbezogener Elemente und erfahrungsbasierten Lernens.

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