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Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz

Thinking EUROPE - 7. GSiK-Tag am 17. November 2018

Das Thema

In diesem Jahr wollen wir uns beim GSiK-Tag „Europa“ widmen.

Die interdisziplinäre studentische Tagung möchte dabei die Perspektiven verschiedener Fachbereiche auf das Thema sichtbar werden lassen und damit der Vielgestaltigkeit des Themas Rechnung tragen. Wir wollen einen Raum bieten, um gemeinsam kritisch und vielseitig über Europa nachzudenken.

Wie ist Europa im Spannungsfeld zwischen europäischer Einheit und kultureller Vielfalt zu denken? Wie konnte entstehen, was wir heute vorfinden und wohin wird es sich die kommenden Jahre entwickeln? Welche Herausforderungen stellen sich in kultureller, politischer, wirtschaftlicher oder ökologischer Perspektive? Welche Ziele und Visionen lassen sich unter welchen Voraussetzungen verwirklichen und welche Utopien braucht es?

Thinking Europe heißt, historische Entwicklungen in ihrer Verwobenheit zu analysieren; Fragen zu stellen, nach der europäischen Verantwortung aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit, ohne dabei einem „Wir gegen Die“ zu verfallen.

Thinking Europe heißt, nach den Möglichkeiten angesichts der derzeitigen Wirklichkeit zu fragen; mutig Visionen zu äußern und diese zu diskutieren, ohne sie leichtfertig als unrealistische Utopien abzuwinken.

Thinking Europe heißt die Bedingungen und Möglichkeiten des Zusammenlebens zu reflektieren und in einem gemeinsamen Diskurs Europa (neu) zu verhandeln.

Das Programm

Der GSiK-Tag besteht aus 2 Impulsvorträgen, einer zweigeteilten Workshop-Phase und einer Abschluss-Diskussion! Hier findet Ihr den genauen Zeitplan des GSiK-Tages! 

Für die Workshops könnt ihr euch ab sofort über sb@home anmelden! Eine Anmeldung für die Impulsvorträge und die Diskussionsrunde ist nicht erforderlich. Einfach auf der Teilnahme-Liste unterschreiben!

Die Vortragenden

Michael Gehler
Foto: Michael Gehler

Impulsvortrag I: Zur Geschichte und Gegenwart Europas


Prof. Michael Gehler

Michael Gehler ist Professor für Neuere Deutsche und Europäische Geschichte und Leiter des Instituts für Geschichte an der Stiftung Universität Hildesheim. Bereits dreimal erhielt er den Jean Monnet ad-personam-Chairs der Europäischen Kommission der Europäischen Union. In seiner Forschung setzt er sich unter anderem mit der europäischen Integration in historischer Perspektive auseinander.

Eine Konturierung von Europa nimmt er in diesem Interview im BR vor!

Impulsvortrag II: Zur Vision Europas


Wird demnächst bekannt gegeben.

Die Workshops

Workshop 1: Wirtschaftsdemokratie durch Geldexperimente? Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion

Prof.'in Isabel Feichtner & Christian Gelleri - Professur für Öffentliches Recht und Wirtschaftsvölkerrecht, Universität Würzburg

Der Workshop befasst sich mit der Wirtschafts- und Währungsunion – mit Kritik, Krisendiagnosen und Reformen, die die Europäische Union solidarischer und demokratischer gestalten sollen.

Im Zentrum des Workshops steht das Geld und sein institutionelles Design. Wir widmen uns verschiedenen Konzeptionen des Geldes und institutionellen Experimenten, z.B. mit Komplementärwährungen, die Wirtschaft demokratisieren und nachhaltiger gestalten sollen. Die Teilnehmer*innen werden angeregt, Reformideen im gemeinsamen Gespräch zu bewerten und weiter zu entwickeln.

 

Fachbereich: Rechtswissenschaften
GSiK-Bereiche: B, C

Workshop 2: Thinking Europe in beispielhaften ostslawischen Ländern

Sarah Schumayer & Anna Michailowski - Slavistik

Im Workshop werden Sie mit den Beziehungen zu Europa in den drei ostslawischen Ländern, Ukraine, Belarus und Russland, konfrontiert. Es werden die geschichtlichen, aktuellen und zukünftigen Tendenzen herausgearbeitet und die Länder dabei miteinander verglichen: Inwiefern ist die nationale Identität jeweils mit Europa verknüpft? Welchen Einfluss hat z.B. die Ukraine-Krise auf die jeweilige Haltung gegenüber Europa? Wie ist Europa im Konzept der „ostslawischen Gemeinschaft“ repräsentiert? Führt ein proeuropäischer politischer Kurs zur Meinungsfreiheit und Demokratisierung der ostslawischen Länder? Sie sind herzlich eingeladen, eigene Fragen zu entwickeln.

 

Fachbereich: Slavistik
GSiK-Bereich: B, C, D

Workshop 3: Girls just wanna have fun…damental human rights. Perspektiven der Europäischen Ethnologie auf europäische Frauen*-Protestbewegungen

Isabella Kölz M.A. – Europäische Ethnologie/Volkskunde, Universität Würzburg

Der Workshop dient der Einführung in die Geschichte europäischer Frauenbewegung(en) und ihrer Protestpraktiken. Anhand ausgewählter Beispiele und historischer Quellen wird die Thematik aus kulturwissenschaftlicher Perspektive beleuchtet. Dabei führt die Auseinandersetzung mit Frauen*-Protestbewegungen direkt in die zentralen wissenschaftstheoretischen und gesellschaftlichen Fragestellungen eines gegenwärtigen Europas: Wie wollen wir zusammenleben? Wer hat Handlungsmacht und wer nicht? Woraus entstehen historische Konflikte um Mitbestimmung von Frauen und wie wurden und werden diese ausgehandelt? Ziel des Workshops ist es, aus gendersensibler Perspektive unterschiedliche Protestformen, Praktiken, Aushandlungen und (historische) Kontexte zu analysieren und die gegenwärtige Relevanz der Thematik „Frauen*protest“ für Europa herauszuarbeiten.

 

Fachbereich: Ethnologie
GSiK-Bereich: B, C, D

Workshop 4: Deutschland und Frankreich als Motor der europäischen Integration
Johannes Greubel

Johannes Greubel – Politikwissenschaftler

Schon seit dem Beginn des europäischen Projekts gingen Deutschland und Frankreich gemeinsam in vielen entscheidenden Integrationsschritten voran, weshalb man die beiden Staaten oft als den Motor der europäischen Integration bezeichnet. Dieser Workshop befasst sich in zwei Teilen mit den beiden Partnern und deren Rolle im Integrationsprozess. Teil 1 arbeitet dabei auf, inwiefern und wie beide Staaten diesen in der Vergangenheit beeinflusst und gelenkt haben. Teil 2 blickt dann in die Zukunft und betrachtet, welche Rolle ein deutsch-französisches Tandem bei einer Reform der Europäischen Union haben und in welche Richtung sie diese lenken könnten.

 

Fachbereich: Politikwissenschaft & Soziologie
GSiK-Bereich: B, C

Workshop 5: Europas Grenzschützer in Afrika

Melissa Silva, B.A. & Jennifer Danquah, B.A. - GSiK-Projekt

Seit 1989 ist Deutschland nicht mehr durch eine Mauer geteilt. Es gibt keine Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland und wir genießen Bewegungsfreiheit. Auch innerhalb Europas war es bis vor kurzem selbstverständlich, ohne Kontrollen Landesgrenzen überschreiten zu können. Richten wir den Blick jedoch auf Europas Außengrenzen, dann zeigt sich eine gegenläufige Entwicklung. Hier erscheinen, vor allem in Bezug auf Afrika, die Grenzen beinahe unüberwindbar. Was eigentlich europäische Innenpolitik ist, verlagert sich dabei immer weiter in das Innere des afrikanischen Kontinents.

Um diese Entwicklung verstehen zu können, ist es notwendig in die Geschichte Afrikas und Europas tiefer einzusteigen. Dabei werden auch Verbindungen zwischen der kolonialen Vergangenheit Europas und der gegenwärtigen europäischen Migrationspolitik aufgezeigt und der Einsatz von „Grenzschützern“, insbesondere in Afrika, diskutiert. Anschließend wird sich die Workshop-Gruppe mit der Zukunft der europäischen Migrationspolitik und möglichen Lösungsansätzen beschäftigen.

 

Fachbereich: fächerübergreifend
GSiK-Bereich: B

Workshop 6: Von Butterbergen zum Insektensterben - Die Europäische Agrarpolitik
Das Referat Ökologie

Iris Hartmann, Wiebke Degler, Fabian Onkels, Pascal Bunk - Referat für Ökologie

Zirka 40% der EU-Finanzmittel fließen in die Förderung der Landwirtschaft der Mitgliedsstaaten. Die sogenannte Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist damit eines der bedeutendsten Politikfelder der EU.

Trotz dieses immensen Förderbudgets von aktuell ca. 60 Milliarden Euro pro Jahr, nimmt die Zahl bäuerlicher Klein- und Familienbetriebe unaufhörlich ab. Zu diesem "Höfesterben" gesellt sich seit einiger Zeit auch ein dramatischer Rückgang der Artenvielfalt in den Agrarlandschaften. Das "Insektensterben" ist gemeinsam mit dem Grundwasserschutz und dem Klimawandel ein Thema, welches maßgeblich von der Agrarpolitik der EU beeinflusst wird.

Gleichzeitig exportiert die EU jedes Jahr immer größere Mengen an Agrarprodukten ins Ausland.
Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU zeigt besonders anschaulich warum Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft nicht unabhängig voneinander gedacht werden sollten.

In Workshop-Phase I
betrachten wir die Geschichte und Gegenwart der europäischen Agrarpolitik. Welche Förderschwerpunkte wurden und werden gesetzt? Welche Auswirkungen hatten und haben diese? Und wer bestimmt eigentlich was gefördert wird?
In einem kleinen Planspiel werden wir versuchen unseren eigenen kleinen Hof zu managen und uns durch den Dschungel der Förderrichtlinien kämpfen. Cross-Compliance lässt grüßen!

In Workshop-Phase II
betrachten wir die aktuelle Diskussion zur kommenden Finanzierungsperiode der GAP. Wir schauen uns die Forderungen der verschiedenen Interessensgruppen an. Ob Bauernverband, Agro-Industrie, EU-Kommission oder Naturschutzverbände - wer will was und warum? In einer Gruppenarbeit werden wir versuchen unsere Vorstellung einer nachhaltigen Förderpolitik zu entwerfen. Lobby-Control war gestern!

 

Fachbereich: fächerübergreifend
GSiK-Bereich: B

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