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Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz

Hexenbilder

Datum: 15.04.2016, 18:00 - 20:00
Kategorie: Vorträge/Workshops
Ort: Alte Uni - HS II
Veranstalter: Jura

Die nackten Hexenbilder des Hans BaldungGrien (* 1484/85; † 1545) – ein Fall berechtigter Zensur im Museum?

Vortrag von Dr. Dela-Madeleine Halecker (Europa-Universität Viadrina Franktfurt (Oder))

Sie sind nackt, präsentieren sich in obszöner Pose und verfehlen ihre Wirkung auf den Betrachter nicht – die Hexen des Hans Baldung Grien. Als Bildthema gewählt, sind sie für die damalige Zeit eine echte Rarität und bleiben bis heute in ihrer Interpretation rätselhaft. Grund genug, sich auf die Spuren des Künstlers zu begeben und zu hinterfragen, ob derartige Bildnisse entfesselter Wollust und animalischer Wildheit, die manche Darstellungen im „Playboy“ in den Schatten stellen, heutzutage der Öffentlichkeit uneingeschränkt gezeigt werden dürfen.

Malle Babbe, die Hexe von Haarlem–An was ein Strafrechtler so bei dem Gemälde des niederländischen Barockmalers Frans Hals denkt

Vortrag von Prof. Dr. Dr. Uwe Scheffler (Europa-Universität Viadrina Franktfurt (Oder))

Frans Hals (*1580/85;†1666) malte seine „MalleBabbe" dagegen auf den ersten Blick besehen so, wie wir uns seit „Hänsel und Gretel" eine alte Hexe vorstellen. Beim näheren Hinsehen bemerken wir aber, dass auf ihrer Schulter kein Rabe, sondern eine Eule sitzt. Zusammen mit dem riesigen Bierkrug lässt das eine andere Geschichte der „verrückten Barbara" wahrscheinlich werden – genauso spannend wie eine ganz andere Frage: Spielt es eigentlich für Kunstfälscher eine Rolle, dass Frans Hals sein Gemälde nicht signiert hat?

Teil der GSiK-Vortragsreihe Jura innerhalb des Programms von "Würzburg liest ein Buch"

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